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»Wohnmaschine«

30.09. - 13.11.2019 in Maulburg/D

Entwurf: Van Bo Le-Mentzel (frei nach Walter Gropius)
Projekt von: SAVVY Contemporary und Tiny Foundation

Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus Jubiläums in 2019 hat die Tiny Foundation eine Wanderausstellung namens »Wohnmaschine« entwickelt: Ein 15 m² großes Tiny House, das außen das ikonenhafte Bauhaus Dessau im Maßstab 1:6 abbildet.
Hinter der Fassade überrascht eine voll funktionstüchtige Zweiraumwohnung mit Bad und Küche. Diese Wohnung stellt das sogenannte »Wonderhome« dar, ein Forschungsprojekt der Tiny Foundation zum Thema »bezahlbarer Wohnraum in Modulbauweise«.
Das »Wonderhome« ist das kleinste Wohnmodul einer Stadtvision namens »Circular City«. Die »Wohnmaschine« ist Teil des Projektes »Spinning Triangles«, wo es um die Frage geht: Wie wollen wir in Zukunft leben?

Ein Projekt von SAVVY Contemporary und Tiny Foundation.
Entwurf: Van Bo Le-Mentzel (frei nach Walter Gropius) /
Team Bau: Raphael Behr, Noam Goldstein, Patrick Figgle, Raed Abdulaziz /
Team Fassade: Joachim Frost und Studierende von der HGH Hildesheim.
»Spinning Triangles« wird im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die »Wohnmaschine« wurde von der IKEA Stiftung gefördert.

     Tinyfoundation.org        HGH Hildesheim

Eine winzige
Bauhaus-Schule

Heim auf Rädern,
um über die Zukunft des Wohnens zu diskutieren

Im Mai 2019 feierte die Bauhausschule Ihr 100. Jubiläum. Im Rahmen der Feier einer Berliner Designgruppe wurde die Wohnmaschiene frei nach dem Vorbild des berühmten Werkstattgebäudes der Schule in Dessau gebaut. Die Bauhaus-Wohnmaschine ist ein 15 m² großes Haus inklusive einer Werkstatt, die der Architekt Van Bo Le-Mentzel als »kleinste Zweizimmerwohnung« bezeichnet. Zum Video »



Weniger ist mehr!

Tiny House Movement – Das Wohn-Model der Zukunft?

Der Berliner Architektur-Aktivist Van Bo Le-Mentzel glaubt, dass Tiny Houses und »Circular Cities« die Antwort auf Wohnfragen der Zukunft bieten. (Artikel von Katharina Hesedenz, Juni 2019 erschienen in der Vogue.) Zum Artikel»

Entdecken Sie die Speicherwunder, die ein 16 m² großes kleines Microhome zum Wohlfühlen für die Bedürfnisse eines urbanen Paares bietet. Entworfen von Van Bo Le-Mentzel (Tinyhouse University). Speicherwunder wurden von blum inspiriert.



Technische Daten:
Breite: 255 cm
Länge: ca. 8 m inkl. Deichsel
Höhe: 330 cm
Gewicht: 3,5 t
Strom: 230 V
Wasseranschluss
Kennzeichen: B-AU 7105
TÜV vorhanden



»Wonderhome«

- das kleinste Raummodul in einer Stadtvision namens »Circular City«

CC-BY SA Tiny Foundation

»Circular City«

- Stadtentwicklung mit Kleingärten und Hochhäusern

In Pantoffeln kommt man in Deutschland nicht weit. Der Flächennutzungsplan untersagt am Arbeitsplatz zu wohnen, in der Wohnung zu arbeiten, in Kleingärten zu hausen und auf dem Haus zu gärtnern. Wohnen und Gewerbe konkurrieren um die Stadt. Wohnen braucht Kontemplation und Arbeit Konzentration. Doch wer Wohnen von Arbeit trennt, produziert Innenund Vorstädte, zwischen denen gependelt werden muss.

Was wäre, wenn es gelänge, diese Nutzungen zu vereinen? Gemeinsam mit Kleingärtnern und Großkonzernen hat die Tiny Foundation eine Vision entwickelt, in der laute und leise Nutzungen nicht horizontal, sondern vertikal organisiert werden. Industrie, Museen und Supermärkte brauchen wenig Fenster. Sie dürfen das gesamte Erdgeschoss ausfüllen. Auf dem Dach entstehen Hochgärten mit 10.000 m² sozialer Nachbarschaft: Kieztreffs und Kleingärten, Kitas und Spielplätze, Lauben und Tiny Houses. Die Hochgärten werden von speziellen Stadthäusern eingerahmt, die den Lärm der Stadt filtern: Sie heißen »Wonderhomes« und »Co-Being Houses« und stehen für Gemeinschaft und bezahlbare Mieten.

Flächenstudie von einem 24 km² großen Musterviertel für 100.000 Personen: Entspricht 4.300 Einwohnerinnen pro km² (wie München). Die kleinen Blocks bieten Wohnraum für 500 bis 1.000 Personen. Braun markiert ist der Anteil der Kleingartenparzellen, die sich alle in den Hochgärten innerhalb der Circular Blocks befinden. Die feinen lila-farbenen Linien deuten die Fussgänger-Stege an, die die verschiedenen Blocks miteinander verbinden. Rot zeigt den großzügigen Anteil von Gewerbe-, Industrie- und Kulturflächen, die in der »Circular City« vollflächig im 5 Meter hohen Erdgeschoss unter den Hochgärten verschwinden.
»Circular City« löst den Widerspruch zwischen Ballungszentrum und Provinz auf. Spektakuläre Fußgängerbrücken vernetzen die Hochgärten und laden die Nachbarn ein, ihre Kreise zu erweitern. Vor Touristen muss sich niemand fürchten. Die Hochgärten sind nur für Nachbarn reserviert. Pendeln wird überflüssig. Unter den Hochgärten ist viel Platz für Arbeit, Produktion und Shopping. Und all das in Pantoffel-Distanz.

Ein »Zwei-Raum Wunder« auf 16 m². Das Wonderhome ist ein 16 m² großes Apartment für zwei Personen
— ein Forschungsprojekt der Tiny Foundation. Es besteht aus einem Ruheraum mit Gartenblick (8 m²), Bad (1 m²),
Küchenzeile (2 m²) und einem 5 m² großen Vorderzimmer (Kinderzimmer, Büro oder Wohnküche).
Ideal für Paare, Alleinerziehende mit Kind oder WGs.
Das Wonderhome ist modular und lässt sich erweitern zu
3-, 4- und 5-Raum-Wohnungen.


Dahinter stecken zwei Überzeugungen:
1. Die kleinste Einheit ist nicht »der Single«,
sondern »Mutter (bzw. Vater) mit Kind« und
2. Jeder Mensch hat Recht auf Gemeinschaft.

Die Monatsmiete dürfte höchstens 300 Euro warm kosten. Das Wonderhome ist das kleinste Raummodul in einer Stadtvision namens »Circular City« und der Nachfolger des Prototyps »100-Euro-Wohnung«. Anders als bei dem Prototypen mit 360 cm hohen Decken, kommt das Wonderhome mit 250 cm aus. Auch hier werden Flure in Gemeinschaftsflächen (Co-Being Spaces) umgewandelt. Diese befinden sich in der Circular City fassadenseitig zur Straße, wo sie als Lärmpuffer wirken. Da der Grundriss mit vielen Standards (Türbreiten, innenliegende Fenster) bricht, ruft das Wonderhome viele Kritiker/innen hervor. Um die Raumqualitäten zu untersuchen wurde das Wonderhome 2019 im Maßstab 1:1 als mobile Musterwohnung (Tiny House) für die internationale Bauhaus-Ausstellung »Wohnmaschine« gebaut. Für Aufsehen sorgte die Fassade: Das Tiny House wirkt wie eine geschrumpfte Version des ikonenhaften Bauhaus-Gebäudes in Dessau.