schließen

Hauptstraße 28, 79689 Maulburg

+49 76 22/39 93 0

Mo - Fr + Mi: 10:00 bis 19:00 Uhr
Do: 10:00 bis 21:00 Uhr
Sa: 9:00 bis 18:00 Uhr
 de-sede-he113

1929 Barcelona Chair

designed by
Ludwig Mies van der Rohe

 vitra-lounge-chair

1956 Lounge Chair

designed by Charles & Ray Eames

 vitra-lounge-chair

1950 Eames Plastik Chair

designed by Charles & Ray Eames

 bibendum-chair

1926 Bibendum Chair

designed by Eileen Gray

 bibendum-chair

1927 Adjustable

designed by Eileen Gray

 bibendum-chair

1957 Tulip

designed by Eero Saarinen

 bibendum-chair

1977 Brigadier

designed by Cini Boeri

 wittmann

1983 Fauteuil

designed by Paolo Piva

 wittmann-kubus

1910 Kubus

designed by Josef Hoffmann (Recreation)

 de-sede-he113

1956 HE 113

designed by
Hans Eichenberger                

 desede-ds17

DS 17

designed by
de Sede Design Team

 fritz-hansen

1958 Sessel Ei 3316

designed by
Arne Jacobsen

 bruehl-roro

1998 Sofa roro

designed by
Roland Meyer-Brühl

 edra-flap

2000 Sofa Flap

designed by
Francesco Binfare

 ip design-campus-luxe

2003 Campus De Luxe

designed by Assmann & Kleene

 cor-conseta

1964 Conseta

designed by
Friedrich Wilhelm Möller

 moroso-lowland

2000 Lowland

designed by
Patricia Urquiola

 moroso-lowland

1979 Hochlehner Eichenberger

designed by
Hans Eichenberger

 technolumen-wagenfeld

1924 WA 24

designed by Wilhelm Wagenfeld

 thonet

.

Sonderausstellung "100 JAHRE BAUHAUS + Design-Klassiker"

Ab dem 29.01.2019 bis zum 9.03.2019 präsentieren wir "100 JAHRE BAUHAUS + Design-Klassiker".

Als Walter Gropius das Staatliche Bauhaus als deutsche Kunst-, Design- und Architekturschule gründete, war nicht abzusehen welchen nachhaltigen Einfluss die Bauhaus-Designer und Architekten um Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Le Corbusier und Mart Stam, um nur einige zu nennen, auf die Wohn- und Einrichtungskultur haben werden.

Als Walter Gropius das Staatliche Bauhaus als deutsche Kunst-, Design- und Architekturschule gründete, war nicht abzusehen welchen nachhaltigen Einfluss die Bauhaus-Designer und Architekten um Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Le Corbusier und Mart Stam, um nur einige zu nennen, auf die Wohn- und Einrichtungskultur haben werden. Als Mart Stam 1926 den ersten Freischwinger-Stuhl der Welt entwickelte, war das eine Sensation. Heute finden wir dutzende verschiedener Freischwinger in allen Preisklassen in den Einrichtungshäusern. Ähnlich verhält es sich mit unzähligen weiteren Möbel von Stühlen über Tische bis hin zu Liegen und Sesseln. 

Aber auch die nachfolgenden Designergenerationen schufen wahre Klassiker, ohne die wir uns heute das Einrichten nicht vorstellen können. Charles & Ray Eames, Hans Eichenberger, Verner Panton, Arne Jacobsen oder F.W. Möller zeigten sich mit ihren Entwürfen und Entwicklungen besonders stilprägend. Diesen Bogen spannen wir im Rahmen unserer Sonderausstellung "100 Jahre Bauhaus + Design-Klassiker" in unserer Ellipse im Einrichtungshaus in Maulburg.
Wir führen Sie durch 100 Jahre Designgeschichte.
Lassen Sie sich überraschen. Und entdecken Sie aktuelle Design-Klassiker von interlübke zu einmaligen Vorzugspreisen. Wir freuen uns auf Sie.

Marcel Breuer

Im ungarischen Pécs geboren, wechselt Marcel Breuer (1902–1981) nach einem in Wien begonnenen Kunststudium von 1920 bis 1924 an das Staatliche Bauhaus Weimar, wo er eine Lehre zum Tischler absolviert. 1925 übernimmt er als „Jungmeister“ die Leitung der Tischlereiwerkstatt am Bauhaus. Zu dieser Zeit ist Breuer geprägt von ganzheitlichen Strömungen wie Konstruktivismus und De Stijl. Nach zum Teil expressionistischen Anfängen und Möbeln aus Holz entwickelt er zunächst als Privatprojekt, dann am und zum Teil für das Bauhaus Dessau, einige wegweisende Möbelentwürfe aus Stahlrohr, deren Prototypen er mit benachbarten Unternehmen wie Junkers realisiert.

1928 verlässt Breuer das Bauhaus, da er sich größere Freiheit wünscht und seine Experimente fortzusetzen möchte. Er sucht engeren Kontakt zur Industrie, auch zu Thonet. In Berlin lässt er sich als Architekt nieder und ist nun vorwiegend im Bereich Innenarchitektur tätig. 1929 wird die von ihm 1927 mitgegründete Firma Standard-Möbel, die seine ersten Stahlrohrmöbel fertigt, von Thonet übernommen. Breuer ist nun einige Jahre für Thonet tätig. Im Thonet-Steckkartenkatalog von 1930/31 entfaltet eine umfassende, maßgeblich durch Breuer geprägte Stahlrohrkollektion eindrucksvoll ihre Breite.

Über Budapest (1933) und London (1935), wo er als Architekt tätig ist, gelangt Marcel Breuer 1937 in die USA. In dieser Zeit entwickelt er Sperrholz- und Aluminiummöbel. Auf Vermittlung von Walter Gropius wird er Dozent, später Professor für Architektur an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Mit Gropius betreibt Breuer ein gemeinsames, ab 1941 sein eigenes Architekturbüro. 1946 verlegt er es nach New York. Zu seinen bekanntesten Entwürfen gehören das Whitney Museum of American Art in New York (1966, als „The Met Breuer“ 2016 neu eröffnet) sowie das Hauptquartier der Unesco in Paris (1958, mit Bernard Zehrfuss und Pier Luigi Nervi). Breuer gilt als eine der zentralen Figuren der Architektur- und Designgeschichte.

Mart Stam

Mart Stam (eigentliche Martinus Adrianus Stam) absolvierte zunächst zwischen 1917 und 1919 eine Tischlerlehre und besuchte danach die Staatliche Schule für Zeichenunterricht in Amsterdam, wo er das Diplom als Zeichenlehrer erwarb. Bis 1922 arbeitete Stam als Zeichner im Büro des Architekten Marinus Jan Granpré Molière in Rotterdam und trat der holländischen Architektenvereinigung „Opbouw“ bei. Noch im selben Jahr ging er nach Berlin, wo er bis 1923 in verschiedenen Architekturbüros arbeitete, unter anderem bei Max Taut und Hans Poelzig. Im Bereich „Internationale Architektur“ war er bereits 1923 auf der Bauhaus-Ausstellung in Weimar vertreten.

In den folgenden zwei Jahren war Stam bei dem Schweizer Architekten Karl Moser in Zürich und Arnold Itten in Thun beschäftigt. Gemeinsam mit den Architekten Hans Schmidt und Emil Roth initiierte er 1924 die erste Schweizer Avantgardezeitschrift „ABC-Beiträge zum Bauen“. 1926 kehrte Stam nach Holland zurück und arbeitete bis 1928 in Rotterdam im Architekturbüro bei Brinkmann en Van der Vlugt. Für die Werkbundausstellung in Stuttgart-Weißenhof errichtete er 1927 ein Reihenhaus und erfand den hinterbeinlosen Kragstuhl – den ersten "Freischwinger", den Marcel Breuer schließlich weiterentwickelte.

Ab dem Wintersemester 1928–1929 lehrte Mart Stam als Gastdozent für Städtebau am Bauhaus Dessau. Parallel zu seiner Arbeit am Bauhaus war Stam als freier Architekt für Das Neue Frankfurt tätig und realisierte dort unter anderem mit Werner Moser den Neubau eines Altenheims. Mit der Brigade May ging er 1930 nach Moskau und war dort neben anderen Aufgaben auch an den Planungen der Industriestädte Magnitogorsk, Makejewka und Orsk beteiligt. Mart Stam heiratete am 14. Oktober 1934 in Moskau die ehemalige Bauhausstudentin Lotte Beese, die Ehe wurde jedoch etwa zehn Jahre später geschieden.

1934 kehrte Stam in die Niederlande zurück, gründete 1935–1936 in Amsterdam eine Bürogemeinschaft mit W. van Tijen und wurde Redaktionsmitglied der Zeitschrift „De 8 en Opbouw“. 1939 erfolgte Stams Ernennung zum Direktor der Amsterdamer Kunstgewerbeschule (Instituut voor Kunstnijverheidsonderwijs), der späteren Rietveld-Akademie. Ab 1948 beteiligte er sich in Dresden an der Neuorganisation der Staatlichen Hochschule für Werkkunst und der Akademie für Bildende Künste, die später zur Hochschule für Bildende Künste zusammengeschlossen wurden.

1950 wurde Stam als Direktor an die Kunsthochschule nach Berlin-Weißensee versetzt. Im September 1952 erhielt er dort jedoch Hausverbot und kehrte am Neujahrstag 1953 nach Amsterdam zurück, wo er ab 1955 ein eigenes Büro betrieb. Ab 1966 zog er sich zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück und lebte bis zu seinem Tod 1986 in der Schweiz.

Ludwig Mies van der Rohe

Ludwig Mies wird 1886 in Aachen geboren, er fügt seinem Namen den Mädchennamen seiner Mutter hinzu und nennt sich ab 1913 Ludwig Mies van der Rohe.

1887-1900 lernt Ludwig Mies van der Rohe bei seinem Vater an der Aachener Dombauschule das Steinmetz-
handwerk. 1903-04 ist er als Zeichner in einem Aachener Architekturbüro angestellt. 1905 geht Ludwig Mies van der Rohe nach Berlin und arbeitet dort bis 1907 bei Bruno Paul.

1908-11 ist Ludwig Mies van der Rohe, zur gleichen Zeit wie Walter Gropius, Hannes Meyer und Le Corbusier, im Architekturbüro von Peter Behrens tätig. Während dieser Zeit arbeitet Ludwig Mies van der Rohe am Entwurf für die deutsche Botschaft in St. Petersburg (1911) mit, ebenso entsteht das Landhaus für das Ehepaar Kröller-Müller in Den Haag. 1912 eröffnet Ludwig Mies van der Rohe ein eigenes Büro in Berlin. In den 1920er Jahren erregen Mies van der Rohes Hochhäuser-Entwürfe mit verglasten Außenfassaden große Aufmerksamkeit. 1922 tritt Ludwig Mies van der Rohe der Novembergruppe bei.

1938 emigriert Ludwig Mies van der Rohe in die USA. Er eröffnet in Chicago ein Architekturbüro, zugleich wird er Leiter der Architekturabteilung am Illinois Institute of Technology. In den folgenden Jahren entstehen nach den Plänen Ludwig Mies van der Rohes zahlreiche Hauptwerke des Internationalen Stils, darunter das Fox River House (1945-50) und das House Farnsworth (1946-51) in Plano, Illinois, die Lake Shore Drive Appartements in Chicago (1948-51) und die Lafayette Parksiedlung in Detroit (1955-63). 1958 entsteht das Seagram Building in New York. 1962 baut Ludwig Mies van der Rohe die Neue Nationalgalerie in Berlin. Als Möbeldesigner entwirft Ludwig Mies van der Rohe zahlreiche Möbel, die zu den Design-Ikonen zählen. Einige der frühen Stuhlmodelle entstehen in Zusammenarbeit mit der Designerin Lilly Reich.

Ludwig Mies van der Rohe ist ein führender Vertreter des Internationalen Stils der Moderne und einer der einflussreichsten Architekten und Gestalter des 20. Jahrhunderts. 1926-27 ist Mies van der Rohe mit der Gesamtleitung der Werkbundausstellung "Die Wohnung" in Stuttgart beauftragt, aus welcher die Weißenhof-Siedlung resultiert. Ein Wohnblock der Siedlung ist von Ludwig Mies van der Rohe. Für die Weltausstellung 1929 in Barcelona baut Ludwig Mies van der Rohe den deutschen Pavillon, dafür entsteht auch der Sessel "Barcelona" sowie der Hocker und Tisch mit x-förmigem Gestell. 1930 entsteht die Villa Tugendhat in Brünn (Brno, Tschechien). 1930 übernimmt Ludwig Mies van der Rohe von Hannes Meyer die Leitung des Bauhauses in Dessau. Dessen Schließung durch die NSDAP kann er 1932 durch die Übersiedelung nach Berlin verhindern, 1933 wird das Bauhaus jedoch endgültig geschlossen.

Verner Panton

Geboren im dänischen Gamtofte, besuchte die Technische Schule in Odense und studierte anschliessend Architektur an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen.

Von 1950-1952 arbeitete er im Architekturbüro von Arne Jacobsen und 1955 gründete er sein eigenes Architektur- und Designstudio. Mit seinen auf geometrischen Formen basierenden, von der Firma „Plus-linje“ hergestellten Möbeln erregte er erstmals Aufmerksamkeit. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Sitzmöbel und Leuchten.

Verner Pantons Vorliebe für kräftige Farben und geometrische Formen manifestieren sich in seinem umfangreichen Schaffen als Textildesigner. Legendär sind Pantons Raumgestaltungen, die darauf abzielen, Boden, Wände und Decke, sowie Möbel, Leuchten, Textilien und Wandpaneele aus Email bzw. Kunststoff zu einer ebenso vollkommenen wie untrennbaren Raumeinheit zu verschmelzen. Die „Visiona“-Schiffe anlässlich der Kölner Möbelmesse (1968 und 1970), das Spiegel-Verlagshaus in Hamburg (1969) und das Restaurant „Varna“ in Aarhus (1970) sind dafür nur die bekanntesten Beispiele.

Verner Pantons Zusammenarbeit mit Vitra begann Anfang der 60er Jahre: Mit Vitra entwickelte er seinen bekanntesten Entwurf, den 1967 vorgestellten Panton Chair. Dieser ist gleichzeitig das erste in eigener Regie entstandene Produkt von Vitra.

Verner Panton starb 1998 in Kopenhagen. Heute verdeutlichen auch die Re-Editionen von Panton-Entwürfen bei Vitra und die vom Vitra Design Museum im Jahr 2000 gezeigte Retrospektive auf sein Werk das besondere Verhältnis zwischen Vitra und Verner Panton.